Ägypten: Grabkammer der Roten Pyramide

Ägypten ist das Land der Pharaonen und ihrer Pyramiden. Neben der glanzvollen und oftmals auch leidvollen Geschichte der ägyptischen Dynastien sind es vor allem auch die vielen Pyramiden, die seit Jahrhunderten schon viele Abenteurer, Schatzjäger, Forscher und Schaulustige in das Land am Nil ziehen. Die Pyramiden Ägyptens, einst als weithin sichtbare Grabstätten der Pharaonen errichtet, haben bis heute nichts von ihrem geheimnisvollen Reiz verloren.

Die Rote Pyramide

Selbst wenn von der Entstehungsgeschichte der Roten Pyramide längst nicht alle Details bekannt sind, so ist wenigstens das Innere der Roten Pyramide erforscht. Durch einen Tunnel gelangt man etwa ins Zentrum des Bauwerks. Dort verbergen sich drei Kammern von denen die hinterste auch die größte ist. Allerdings beträgt ihre Grundfläche dann auch nur 36 qm, womit sie bestenfalls einem größeren Zimmer gleicht. Faszinierender als die Kammern in der Roten Pyramide sind die Zeichen auf der Ostseite. Forscher vermuten, dass es sich hier um „Notizen“ zum Baufortschritt handelt. Bestätigt ist das bis heute nicht und es bleibt abzuwarten, welche Hinweise sich im ägyptischen Wüstensand noch verbergen. Ihren Namen hat die Rote Pyramide von ihrer rötlichen Färbung in der Abendsonne.

Ägypten – Grabkammer der Pyramiden

Seit Beginn der Errichtung der ägyptischen Pyramiden unterliegen die Menschen dem Geheimnis dieser Grabstellen in besonderem Maße. Lange Zeit war das Geheimnis der Pyramiden ungelüftet, mussten doch die Bauleute dieser großartigen Anlagen ihre Arbeit so gut wie immer mit dem eigenen Leben bezahlen. Mit den Grabräubern kamen dann auch allmählich die Geheimnis der Grabkammern der Pyramiden an die Öffentlichkeit und die moderne Archäologie tat ein Übriges, um Licht ins Dunkel der jahrtausendealten Grabkammern der Pyramiden zu bringen.

Verborgene Geheimnisse längst vergangener Zeiten

Eine Grabkammer in einer Pyramide war im alten Ägypten nur den Pharaonen und ähnlich hochgestellten Personen zugedacht. Dabei verfügten die meisten Pyramiden oft über mehrer, bis zu drei, Grabkammern. Meist waren diese durch lange Gänge, manchmal auch mit Irrwegen und Fallen, erreichbar. Spätestens seit dem erste Grabräuber die Grabkammern plünderten, stand der Schutz der Verstorbenen und ihrer Grabbeigaben im Mittelpunkt der Überlegungen der Pyramidenarchitekten. Bis heute sind nicht alle Grabkammern gefunden, auch wenn sich solche Funde dann doch oftmals als Enttäuschung entpuppen, da doch Plünderer wieder schneller waren.

Von reich verziert bis nüchtern

Je nach der Stellung des Verstorbenen in der ägyptischen Gesellschaft waren die Grabkammern der Pyramiden unterschiedlich ausgestattet. Mittelpunkt der eigentlichen Grabkammer war immer der Sarkophag mit den sterblichen, meist mumifizierten Überresten der Verstorbenen. Neben den Grabkammern für einzelne Personen wurden auch Familiengrabkammern gefunden. Vor allem die Grabkammern der Pharaonen sind je nach Epoche reich verziert und mit Schriftzeichen versehen. Dagegen sind die Grabkammern hoher Beamter meist undekoriert und eher nüchtern ausgestattet. Meist in einer Kammer vor der Grabkammer wurden die Dinge gesammelt, die dem Verstorbenen mit auf den Weg in das Leben nach dem irdischen Dasein mitgegeben wurden. Von Lebensmitteln in Gefäßen bis hin zu figürlichen Darstellungen der ägyptischen Gottheiten und oftmals großzügigen wertvollen Schmuckbeigaben reichte die Auswahl der Ausrüstung für den Weg in ein anderes Leben. Insbesondere die reichen Schätze lockten immer wieder Grabräuber in die Pyramiden. Auf der Suche nach den Schätzen der Pharaonen wurden oftmals die eigentlichen Grabkammern und Sarkophage schwer beschädigt und auch Mumien regelrecht zerfetzt. Was nach der Grabplünderung übrig blieb waren entwürdigte Verstorbene und die Vernichtung unwiederbringlicher Kulturgüter der Menschheit.

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- Michael Dunker ist Journalist, Fotograf, Unternehmer und Reisender. Sein Basecamp hat er in Hamburg aufgeschlagen, wenn er nicht gerade irgendwo in der Welt für neuen Videotrips-Stoff sorgt...

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