Ägypten: Video Kom Ombo – Tempel am Nil

Ägypten: Video Kom Ombo – Tempel am Nil. Etwa fünfzig Kilometer unterhalb von Assuan in Oberägypten liegt in Richtung Luxor am Nilufer der Tempel von Kom Ombo. Ein Teil der Tempelanlagen wurde von den Hochwassern des Nil fortgerissen, obwohl die Anlage 20 Meter über dem Fluss errichtet wurde. Was vom Tempel von Kom Ombo übrig ist, sind nie gänzlich fertig gestellte Zeugen der späten ägyptischen Dynastien.

Ein Tempel für zwei Gottheiten

Beim Tempel von Kom Ombo handelt es sich um einen Doppeltempel, der den Gottheiten von zwei ägyptischen Triaden gewidmet ist. Im Tempel verehrt wurden der krokodilskopftragende Sobek und der falkenköpfige Horus. Daneben ist der Tempel den dazugehörenden Gottheiten der jeweiligen Triade gewidmet. Als einer der wenigen Doppeltempel in Ägypten bietet der Tempel von Kom Ombo so eine rgelrechte Versammlung wichtiger ägyptischer Gottheiten ab der ptolomäischen Epoche. Selbst der römische Kaiser Tiberius hat hier kurz nach dem Beginn unserer Zeitrechnung Spuren hinterlassen.

Kom Ombo – Nie fertig gestellt und vom Nil beschädigt

Der Tempel von Kom Ombo in der gleichnamigen Stadt am Nil wurde nie wirklich fertig gestellt. Zeugen dafür sind beispielsweise nur begonnene Bildnisse der Gottheiten an den Wänden des Tempels, die nur als grobe Ausarbeitung zu sehen sind. Die Ursachen für den Bauabbruch sind bis heute nicht ganz geklärt. War es der Zerfall der ägyptischen Dynastien, war es der Einfluss der Römer oder hatten die Baukosten einfach die Möglichkeiten überschritten? Auch eine Kombination aller drei Umstände ist denkbar. Dazu kommt, dass der 20 Meter tiefer liegende Nil während eines verheerenden Hochwassers Teile des Bauwerkes weggeschwemmt hat. So ist nur noch ein Teil der ehemaligen Umfassungsmauer zu sehen und das Mammisi, das Geburtshaus Ptolemäus VIII. Euergetes II., ist bis auf wenige Reste vollkommen verschwunden. Erhalten blieb eine Bildplatte, die Ptolemäus VIII. in Begleitung zweier Götter auf einer Nilfahrt im Boot zeigt. Daneben bietet der Tempel selbst großartige Einblicke in die Baugeschichte des späten ägyptischen Reiches und seiner Lebensgewohnheiten.

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- Michael Dunker ist Journalist, Fotograf, Unternehmer und Reisender. Sein Basecamp hat er in Hamburg aufgeschlagen, wenn er nicht gerade irgendwo in der Welt für neuen Videotrips-Stoff sorgt...

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