Ägypten: Video vom Isis-Tempel auf der Philae-Insel

Auf der Philae-Insel steht der Isis-Tempel. Ein kleines Boot bringt uns dorthin. In Wahrheit handelt es sich allerdings um eine kleine Nachbarinsel. Denn der komplette Tempel musste verlegt werden. Sein ursprünglicher Standort steht nämlich unter Wasser. Wir befinden uns auf dem Nasser-Stausee in Ägypten.

Ein ägyptischer Bootsmann steuert den kleinen Kahn. Mit an Bord sind seine zwei kleinen KInder. Ganz verschämt blinzeln sie zu uns herüber. Schüchtern sind sie. Papa hält kurs und bringt aus auf die Insel im Nasser-Stausee. Der Tempel ist beeindruckend. Das kurze Video zeigt die Schönheit der alten ägyptischen Kunst.

Ägypten – Isis-Tempel Philae

Im Leben der alten Ägypter spielte die Verehrung der Götter eine wichtige Rolle. Praktisch jeder Lebensbereich war mit dem Wirken verschiedener Gottheiten verbunden und so ist es nicht verwunderlich, dass das ganze Land, vor allem an den Ufern des Nil, von zahlreichen Tempeln durchzogen ist. Zu den bezauberndsten Tempeln zählt der Isis-Tempel auf der Nilinsel Philae. Als einer der wichtigsten Tempel der späten Pharaonenzeit wurde er auf einer Insel mitten in den Wassern des Nil errichtet und der königlichen Göttin Isis gewidmet.

Eine Göttin verbindet zwei Weltreiche

Isis als die Göttin der Könige wurde nicht nur in Ägypten verehrt. Auch im römischen Reich hatte sie große Popularität und gehörte dort zu den wichtigsten Gottheiten überhaupt. Besonders zu Ende der vorchristlichen Zeitrechnung stand Isis in der ägyptischen Mythologie ganz weit oben und im römischen Reich wurde Isis bis über 200 Jahre nach Christus verehrt. Nachdem die Römer ihren Eroberungszug in Ägypten bis nach Philae geführt hatten wurde dort der Tempel der Isis errichtet. Weiter nach Süden konnten die Römer jedoch nie vordringen.

Ein Tempelbau der besonderen Art

Der Isis-Tempel in Philae zeichnet sich nicht nur durch seine exponierte Lage mitten im Nil und durch die Verbindung zweier Weltreiche aus. Als Perle ägyptischer Tempelbaukunst ist das Bauwerk bis heute nahezu unversehrt erhalten und legt Zeugnis längst vergangener Jahrhunderte ab. 1912 durch den Bau des Assuanstaudamms fast versenkt, wurde die Tempelanlage 1960 in der letzten Ausbaustufe des Staudamms auf die 500 Meter entfernte und ausreichend hoch liegende Insel Agilkia umgesetzt, wo sie noch heute von den zahlreichen Besuchern bestaunt werden kann. Die Bautätigkeit an der gesamten Tempelanlage zog sich über fünfhundert Jahre hin. Begonnen wurde etwa 300 Jahre vor Christus und die Römer bauten bis 180 nach Christus noch an der Anlage. Dadurch vermittelt sich auch ein Eindruck von beiden, der ägyptischen und der römischen Bauweise in einer Anlage. Auch das prägt die Besonderheit des Isis-Tempel von Philae.

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- Michael Dunker ist Journalist, Fotograf, Unternehmer und Reisender. Sein Basecamp hat er in Hamburg aufgeschlagen, wenn er nicht gerade irgendwo in der Welt für neuen Videotrips-Stoff sorgt...

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