Guatemala

Sie planen eine Reise nach Guatemala? Viel Spaß bei der Vorfreude auf das spannende Land in Mittelamerika! Guatemala – so schön, so unterschiedlich, wie die Landschaftsformen. Wir geben hier Tipps und Hinweise für die Reisevorbereitung und machen schon mal ein bisschen Lust auf die Reise… Guatemala ist ein Hochgebirgsland, das von der Tiefebene (Schwemmlandschaft) am Pazifischen Ozean im Westen, am Atlantik und dem Golf von Honduras im Osten und im Norden von der Tiefebene El Petén (Sumpfland) umrahmt wird. Das zentrale Hochland bilden unter anderem die Sierra Madre (parallel zur Pazifikküste) im Westen und die Sierra de los Cuchumatanes im Nordosten sowie die Sierra da las Minas, die alle zu den zentralamerikanischen Kordilleren gehören.

Vulkantätigkeit

In der Sierra Madre gibt es heute noch über 30 tätige Vulkane. Der höchste Vulkan, der Tajumulco ist 4.220 Meter hoch, gefolgt vom 3.870 Meter hohen Tacaná; beide sind zum Teil mit Schnee bedeckt. Aufgrund der verschiedenen Höhenlagen und Landschaftsformen ist das Klima in Guatemala recht verschieden. Das heißt, das Klima variiert je nach Höhenlage – es reicht vom feuchten tropischen Klima, über die feuchte Hitze im Sumpfland der Tiefebenen El Petén, bis hin zum gemäßigten Klima in den Höhenlagen und zum kalten Klima in den Hochgebirgslagen in 600 bis 2.000 Meter Höhe.

Active Volcanoes of Guatemala from Boris Godfroid on Vimeo.

Pazifikküste

An der Pazifikküste im Westen von Guatemala ist es immer heiß, die Höchsttemperaturen liegen ganzjährig bei etwa 38 Grad Celsius. Zudem herrscht hier auch einen hohe Luftfeuchtigkeit, die während der Trockenzeit, in den Monaten November bis April (verano) nur wenig sinkt. Im zentralen Bergland, das dem Pazifik zugewandt ist, ist das Klima Guatemala angenehm warm (ca. 15° bis 25° Celsius), die Temperaturen fallen jedoch ganzjährig in der Nacht stark ab; vor allem in den Monaten Januar und Februar. In den Monaten Mai bis Oktober herrscht Regenzeit (invierno), so dass während dieser Zeit die Bergregionen kühl und feucht sind. In den Monaten der Trockenzeit (Nov.- bis April) ist es besonders in den malerischen Senken und Tälern angenehm trocken und warm. Die jährliche durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt in den Bergregionen mit etwa 1.000 mm deutlich unter der Menge, die in den Küstenregionen am Pazifik fällt (etwa 2.000 mm). Das Klima Guatemala, auf der Seite zum Atlantischen Ozean, ist gekennzeichnet durch starke Regenfälle (im Durchschnitt etwa 5.000 mm pro Jahr). Hier kann man nicht von einer Trocken- und einer Regenzeit sprechen, da es das ganze Jahr über mehr oder weniger stark regnet.

Guatemala from Zach Thomson on Vimeo.

Im Norden von Guatemala

In der Tiefebene El Petén, im Norden Guatemalas, dominiert ein feucht-tropisches Klima, das heißt es ist feucht und heiß. In der Regenzeit (Mai – Oktober) werden oft die Straßen und Wege überschwemmt und durch Schlamm so verunreinigt, dass sie kaum befahr- bzw. begehbar sind. Hier findet man sowohl Sumpf, Urwald als auch die Trockensavanne. Diese Region bietet nicht durch das Klima eine besondere Flora und Fauna, aber auch viele Sehenswürdigkeiten aus der der Maya-Kultur.
Das Klima Guatemala lässt besonders in den Monaten November bis April, also zur Trockenzeit, viele Touristen das Land besuchen, da zu dieser Zeit das beste Reisewetter herrscht. Besonders während der Osterferien lässt sich in Guatemala ein schöner Urlaub verleben; in der Zeit von Palmsonntag bis Ostern findet hier die Heilige Woche (Semana Santa) statt, was ein Höhepunkt der Feste in Guatemala ist. Während der Sommerferien ist am Pazifik das Klima Guatemala Regenzeit, was aber des Öfteren die Hotelpreise sinken lässt und daher auch zu einer der Hauptreisezeiten zählt.

Flores Guatemala – die Hauptstadt im Departemento El Petén

Im Norden von Guatemala, zwischen Mexiko und Belize liegt die Tiefebene El Petén. Die Region El Petén umfasst mit 35.854 km² etwa ein Drittel der Fläche von Guatemala und ist damit das größte Departemento des Landes. Jedoch ist El Petén mit 560.000 Einwohnern (30%) das am dünnsten besiedelte Gebiet Guatemalas. In der Region dominieren der tropische Regenwald, Sumpf und Trockensavannen. Bis 1831 hieß die Provinzhauptstadt Tayasal – der Ort wurde zu Ehren des ermordeten Vizepräsidenten Cirilo Flores in „Flores“ umbenannt.

Geschichte Guatemalas

Im Gebiet Petén vermischten sich Völkerstämme der Itza mit den Mayas, so dass daraus die Chichén Itzá hervorgingen, die dann im 13. Jahrhundert vom Mayapán zerstört wurden. Daraufhin zogen Stämme der Itza in südliche Richtung, bis sie sich am Ufer des Lago Petén Itzá niederliesen und die Siedlung Tayasal auf der Halbinsel (gegenüber der heutigen Stadt Flores) gründeten, die dann später von den Spaniern erobert wurde. Auf der Insel, wo heute Flores liegt, wurde eine Festung durch die Kolonialherren errichtet, sie diente lange Zeit als Gefängnis.

Heutige Situation in Guatemala

Heute liegt die Hauptstadt der Region Petén Flores friedlich und ruhig auf der Insel am Südwestufer des Lago Petén Itzá (Petén-Itzá-See – zweitgrößter Binnensee Guatemalas), und ist mit einem Damm, einer Brücke mit dem Festland verbunden. Ein Spaziergang durch die kleinen malerischen Gassen der Insel, mit den bunten Häusern im Kolonialstil, der weißgetünchte Kirche und dem Parque Central dauert nicht lange, gehört aber zum Urlaub in Flores Guatemala. In einem der romatischen Restaurants am See kann man den Sonnenuntergang genießen und Kraft für den nächsten Tag tanken. Informationen über die Flores erhält man im Informationszentrum im Castillo de Arismendi (ehemaligen Festung). Dort befindet sich auch ein Museum. Die Ortschaften Santa Elena und San Benito können ebenfalls zu Fuß erreicht werden oder man nutzt den Bus, um sich dann die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Schön lässt es sich über die Ufermauer (Malecón) am Oststrand von Flores „flanieren“. In den Einkaufsstraßen findet man Geschäfte mit traditionellen farbenfrohen Textilien der Mayas und wertvollen Holzarbeiten. Es lohnt sich auch während des Aufenthaltes in Flores Guatemala ein Kanu oder Boot zu mieten, um eventuell einen Ausflug über den See nach San José oder San Andrés zu unternehmen.

Touristische Erschließung

Flores Guatemala verfügt auch über einen Flughafen, so dass die gesamte Region touristisch gut erreichbar ist. Von hier aus kann man Ausflüge in den Urwald und zu den historischen Bauwerken der Maya-Kultur, z. B. in Tikal, Yaxjá, El Mirador, Río Azul oder in Uaxactún unternehmen. Der Flughafen von Flores-Santa Elena „Mundo Maya“ wird sowohl zivil, als auch militärisch genutzt und unterhält zahlreiche Inlandsflüge zu den Flughäfen und –plätzen, wie z. B. nach Guatemala-Stadt, und auch internationale Flugverbindungen nach Mexiko, Belize und in die USA. Durch die Flugverbindungen und das gut ausgebaute Straßennetz (Verbindungen bis Guatemala-Stadt 506 Kilometer, CA13 und Nationalstraße 5) gelang es, dass Flores sich aus der geografischen Abgeschiedenheit zu einem wichtigen Touristenziel, schon wegen der Maya-Kulturstätte Tikal, entwickeln konnte.

Der Lago Petén Itzá, der in 110 Meter Höhe, inmitten des Urwaldes liegt, hat eine Gesamtfläche von etwa 120 Quadratkilomtern (32 Kilomter Länge – 5 Kilometer Breite) und ist stellweise bis zu 160 Meter tief und lockt, auch mit seinen umliegenden kleinen Seen, alljährlich viel Touristen an. Flores mit etwa 18.399 Einwohnern und die Orte San Benito und Santa Elena am Südwestufer sowie San Benito am Westufer des Sees, haben die Region zu einem Ballungsgebiet werden lassen, wo neben Tourismus, Handel und Verkehr wichtige Wirtschaftsfaktoren sind.

Guatemala City, December Nights from Rodrigo Jo on Vimeo.

Reiseführer Guatemala – ein guter Ratgeber vor und während der Reise

Nachdem Guatemala in den Jahren von 1960 bis 1996 unter anhaltendem Bürgerkrieg litt, hat es sich seitdem wieder zu einem Touristenmagneten im Herzen von Mittelamerika entwickelt. Heute gehört Guatemala zu den weit entwickelten Ländern in Mittelamerika und erreicht mit seinen landwirtschaftlichen Produkten, wie z. B. Bananen, Papaya, Melonen, Mango, Rambután (ähnl. der Lychee), Limetten, Zuckerschoten und Kaffee etwa 50% ihres Exportvolumens.

Naturkatastrophen

Jeder Guatemala-Reiseführer, egal ob im Internet oder in Broschur- oder Buchform, beschreibt die Schönheit des Landes. Die Vielfalt Guatemalas ist einzigartig. Auf einer Fläche 109.000 Quadratkilometern leben etwa 14 Millionen Menschen; 44% der Bevölkerung stammen von den Mayas ab. Etwa 45% der Einwohner Guatemalas jedoch sind Analphabeten, was durch den langen Bürgerkrieg und die Repressalien begründet sein kann. In Guatemala, so dokumentiert es auch jeder Reiseführer Guatemala, gibt es die höchsten Vulkane, 30 davon sind noch aktiv. Hier gab es in der Geschichte die schlimmsten Erdbeben, die zum Beispiel die alte Kolonial- und Hauptstadt Antigua im Jahr 1773 schwer zerstörte und von den Gouverneuren als Hauptstadt aufgegeben wurde – sie errichteten 1776 die Hauptstadt Guatemala-Stadt. Auch in der heutigen Zeit wird immer wieder das Gebiet erschüttert, erst im Januar 2010 wurde hier ein Beben mit der Stärke 6,0 auf der Richterskala gemessen. Unter Fachleuten gilt das Gebiet des westlichen Hochlandes Guatemalas als das erdbebenstärkste Gebiet auf unserem Planeten.

Sehenswürdigkeiten

Im Reiseführer Guatemala werden besondere Sehenswürdigkeiten des Landes beschrieben und hervorgehoben, die schon in der Vorbereitung auf die Reise in das farbenfrohe Land, Reiselust und Fernweh aufkommen lassen. Als Höhepunkt und Pflichtprogramm sind die Maya-Ruinen in der Region El Petén, besonders die in Tikal, im gleichnamigen Nationalpark, zu besuchen. Diese Ruinenstätte, mit einer Vielzahl von Tempelpyramiden, deren 45 Meter hohen Spitzen über die Baumwipfel mitten im Urwald ragen, Gebäudekomplexen, Stehlen und Ballspielplätzen, gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. In Guatemala befinden sich noch weitere sehenswerte Maya-Stätten; der Reiseführer Guatemala hält für Sie eine Übersicht und Kurzerläuterung bereit.
Kaum in einem anderen Land in Mittelamerika spürt man den Einfluss der indigenen Kultur, die hier noch gelebt wird – sie werden nicht nur von den Ritualen sondern auch von der leuchtenden Farbenvielfalt fasziniert sein. Im Reiseführer Guatemala wird diesbezüglich die Stadt Chichicastenango, die etwa 2.000 Meter über dem Meeresspiegel in der Hochebene (Departement El Quiché) liegt, hervorgehoben. Der Markt, der wöchentlich am Donnerstag und Sonntag auf den Kirchentreppen „Santo Tomás“ stattfindet, ist schon wegen der Farbenpracht der Kleidung der Händler und der angebotenen Waren und dem quirligen Markttreiben eine Touristenattraktion, die man nicht verpassen sollte.

Festtage

Eine Reise nach Guatemala in der Karwoche lohnt sich, denn während dieser Zeit findet das größte Fest, die „Semana Santa“ statt. Überall im Land kann man Prozessionen beiwohnen und an Partys teilnehmen. Im Reiseführer Guatemala sind die Orte, wie z. B. in Atigua genannt, wo besonders ausgelassen das Fest gefeiert wird. Andere Feste sind unter anderem im Juli (21. bis 26.) das „Rabin Ajau“, das die Kekchi-Indianer in Coban feiern oder im September, wenn in ganz Guatemala das Fest der Unabhängigkeit gefeiert wird.
Die Reiseführer Guatemala empfehlen, beschreiben und dokumentieren nicht nur die Sehenswürdigkeiten sondern auch Wanderrouten, Bergtouren, Vulkanbesteigungen oder Vogelbeobachtungen, wie zum Beispiel in der Gegend um den Lago de Atitlán oder den Lago de Izabal oder im Nationalpark Tikal, um nur einige zu nennen.

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About The Author
- Michael Dunker ist Journalist, Fotograf, Unternehmer und Reisender. Sein Basecamp hat er in Hamburg aufgeschlagen, wenn er nicht gerade irgendwo in der Welt für neuen Videotrips-Stoff sorgt...

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